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Über 30 Jahre Jugendberatung mondo X

Die Beratungsstelle wurde 1977 eröffnet. Es sollte einen Ort geben, zu dem Jugendliche einfach und unkompliziert gehen konnten, um sich bei Alltagsproblemen Rat zu holen. Dazu wurde in der Rosenstraße in Braunschweig ein Laden eröffnet, der Kontakt- und Anlaufstelle für Jugendliche sein sollte.

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Die frühere Beratungsstelle
in der Rosenstraße

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                          der Beratungsstelle
Die Beratungsstelle heute -
in der Paul-Jonas-Meier-Straße

Der Name der Beratungsstelle wurde aus dem Italienischen übertragen. "mondo" heißt dabei Welt, und das "X" steht für das Unbekannte. Zusammen heißt es also soviel wie "unbekannte Welt". Das bedeutet, dass das Ergebnis einer Beratung offen ist, niemand weiß vorher genau, was am Ende dabei herauskommt. Die BeraterInnen erarbeiten gemeinsam mit der/dem Ratsuchenden Lösungsmöglichkeiten und geben keine Patentlösungen vor.

Der mondo-X-Laden hatte - für die 70er Jahre - eine gemütliche Ausstrahlung. Die Mitarbeiter/-innen waren von Anfang an ehrenamtlich tätige junge Leute, meist Student/-innen. Weil sie selbst noch relativ jung waren, hatten sie eher Verständnis für die Lage von Jugendlichen. Zugleich verfügten sie schon über eine gewisse Lebenserfahrung und konnten den Jugendlichen vielfach hilfreich zur Seite stehen. Das Motto damals (wie heute) war "Beratung von jungen Leuten für junge Leute".

Foto einer
                    Beratungssituation
Blick in ein Beratungszimmer

Schon nach kurzer Zeit stellte sich heraus, dass die Ratsuchenden in den Gesprächen weniger von Alltagsschwierigkeiten berichteten, sondern eher von gravierenden Problemen. Diese Art von Anliegen machte es erforderlich, die ehrenamtlichen Mitarbeiter/-innen auf die Beratungsgespräche vorzubereiten und zu schulen.

Im Laufe der Zeit ist die Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter/-innen fester Bestandteil der Arbeit geworden. Diese Aufgabe wurde zunächst mit Honorar- und ABM-Kräften bewältigt. Doch die Notwendigkeit, eine hauptamtliche Kraft für die fachliche Anleitung der Ehrenamtlichen einzustellen, wurde immer deutlicher. 1987 wurde eine feste 30-Stunden-Stelle für eine Diplom-Psychologin geschaffen.

Da die Nachfrage kontinuierlich anstieg ebenso wie die Ansprüche an die Qualität der Arbeit, wurde 1993 die Psycholog/-innenstelle auf eine ganze Stelle aufgestockt und geteilt. Damit wurden die Räumlichkeiten in der Rosenstraße endgültig zu klein, mondo X musste umziehen. Es fanden sich neue Räume in der Paul-Jonas-Meier-Straße 42, wo wir noch heute zu erreichen sind.

Im Bereich der Gruppenarbeit gab es anfangs offene Angebote, die über viele Jahre hinweg Bestand hatten. Später haben sich daraus geschlossene, themenzentrierte Gruppen entwickelt.

Parallel zu diesem Geschehen entwickelte sich Anfang der 90er Jahre aus zunächst einzelnen Informationsveranstaltungen mit Schulklassen ein immer stärker nachgefragtes Angebot, mit Schulklassen präventiv (also vorbeugend) zu arbeiten. Die Prävention ist inzwischen fester Bestandteil der Arbeit von mondo X.

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                          School's Out Party
School's Out Party
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                          vom Stand bei der Schulabschlussfete
Stand auf der School's Out Party

Heute arbeiten ca. 20 Ehrenamtliche bei mondo X. Sie sind Studierende der Psychologie, der Sozialpädagogik und der Diplom-Pädagogik. Hauptamtliche Mitarbeiterinnen sind Katharina Kaufmann (Dipl.-Psych.), Ellena Keller (Dipl.-Päd.) und Claudia Dodt (Verwaltungskraft).

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                          vom Band-Wettbewerb Foto
Jährlicher Band-Contest in Kooperation mit dem B58

Die Ehrenamtlichen führen in der Regel die Beratungsgespräche, die Präventionsveranstaltungen und die Gruppen durch. Die Hauptamtlichen bilden die Student/-innen aus, bevor sie die Mitarbeit aufnehmen. Weiterhin führen sie Fortbildungen und Supervisionen mit ihnen durch.

Foto der
                    ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Ehrenamtliche Mitarbeiter/-innen

Einige Grundsätze unserer Arbeit gelten von Anfang an unverändert:

  • Schweigepflicht: Die Mitarbeiter/-innen der Jugendberatung mondo X unterliegen der Schweigepflicht (§ 203 Strafgesetzbuch). Das heißt, dass sie nichts weitersagen dürfen, was ihnen erzählt wird. Sie dürfen auch niemandem den Namen von Ratsuchenden sagen.
  • Anonymität: Anonymität bedeutet, dass Ratsuchende ihren Namen nicht nennen müssen, wenn sie nicht möchten.
  • Keine Wartezeit: Ratsuchende müssen nicht oder nicht lange auf einen Gesprächstermin warten. Wenn Jugendliche anrufen, bekommen sie am selben oder am nächsten Tag einen Termin.